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Von der Wichtigkeit einer guten Artikulation

Phonologische Bewusstheit
Phonologische Bewusstheit © Sondern – Adobe Stock

Phonologische Bewusstheit bedeutet Sprache in kleinere Einheiten wie Silben und Phoneme untergliedern zu können. Diese Fertigkeit ist eine fundamentale Voraussetzung für die Entwicklung sprachlicher Kompetenzen (Aussprache, Wortschatz und Grammatik). Besonders elementar ist sie für den Schriftspracherwerb.

Das Tragen von Masken beeinträchtigte die Artikulation

Der Begriff Artikulation beschreibt die Bildung von Lauten und Wörtern der menschlichen Sprache, also den motorischen Vorgang des Sprechens. Und die Förderung der Phonologischen Bewusstheit als Voraussetzung für den Sprach- und Schreiberwerb ist fester Bestandteil schon in der frühpädagogischen Sprachbildung. Doch aufgrund der langen Zeit während der Corona-Pandemie, in der wir alle aus Schutzgründen Masken getragen haben, konnten die Lernenden die Mundbewegungen der Erzieherinnen und Erzieher, der Lehrkräfte nicht sehen und diese somit nicht nachahmen. Folgerichtig sind die Mundmotorik und Lautbildung oft nicht gut genug ausgebildet.

Übungen zur auditiven Wahrnehmung erforderlich

Demnach sind Übungen zur auditiven Wahrnehmung und zur phonologischen Bewusstheit erforderlich. Das Verständnis darüber, dass gesprochene Wörter in Silben oder einzelne Phoneme gegliedert werden können und dann auch noch eine Verbindung zwischen den Phonemen und den Graphemen besteht, ist für Kinder zunächst eine große Lernaufgabe. Diese ist auch oft mit kleinen oder größeren Schwierigkeiten verbunden. Es ist aber wichtig, dass die Kinder diese Entwicklungsstufe sicher beherrschen, um einen erfolgreichen Schriftspracherwerb zu ermöglichen.

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Lauter Laute

Bausteine Grundschule Deutsch fördern Ausgabe 2/2018

Mit diesem Material schulen Schülerinnen und Schüler die Fähigkeit des Zuhörens als Grundlage für den erfolgreichen Schriftspracherwerb. Alle Übungen eignen sich auch für Kinder mit intensivem Förderbedarf.

 

Genaues Zuhören ist keine Hexerei

Es sollte bei der Sprachförderung darum gehen, dass die Kinder z.B. lernen, Reime zu erkennen und zu bilden. Außerdem sind Übungen zur Lautanalyse wichtig, bei denen die Kinder An- und Mitlaute aus dem Wortganzen heraushören lernen. Zur guten Artikulation und zum guten Sprechen gehört auch das Zuhören. Da eine gezielte Schulung der auditiven Wahrnehmung nur über Höraufgaben geschehen kann, müssen auch immer Aufgaben und Übungen in das Förderprogramm einfließen, die die Fähigkeit des Zuhörens schulen.

Um die Schülerinnen und Schüler bei einem ganzheitlichen Zugang zu den Lauten zu unterstützen und das Abspeichern der Laut-Buchstabenzuordnung zu erleichtern, können Bildkarten mit den Lautgebärden zu den einzelnen Buchstaben helfen. Besonders Schülerinnen und Schüler mit intensivem Förderbedarf erfahren dadurch eine gute Unterstützung.

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